Die INFORMATION
Einleitung
Viele Menschen sind der Meinung, in der zurzeit herrschenden Wirtschaftskrise gibt es fast nur Verlierer. Nein, dem ist es nicht so, schließlich kommt es doch auf die “richtige” Taktik an. Opportunistisches Denken und eine gut dosierte Verschleierungstaktik, um eine gute Marktstellung so auszunutzen, dass die Kassen prall gefüllt werden und die Marktteilnehmer so hypnotisiert werden, dass die weiterhin ruhig bleiben.
Die Rede ist in dieser Konstellation über den Immobilienportal “Immobilienscout24″. Dieser in der “freien Marktwirtschaft” tätiges Unternehmen bietet eine Plattform für gewerbliche und private Immobilienanbieter, wo diese Ihre Immobilien kostenpflichtig zum Verkauf anbieten dürfen.
Worin besteht also die Kernaufgabe dieses Unternehmens? Eine Plattform anzubieten die zuverlässig und ohne Ausfälle läuft und wo die Interessenten unkompliziert Ihre gewünschte Immobilie finden können, kurzum eine „Suchmaschine“ für Immobiliensuchende. Mehr nicht! Alles andere ist Randsortiment, sprich, eine Ergänzung der Kernaufgaben. Als Beispiel nehmen wir Google, seit Jahren die Nr. 1 als Internetsuchmaschine und trotz diesem Umstand sind die Internetseiten so gehalten, dass die Kernaufgabe im Vordergrund steht. Es gibt ein Randsortiment, jedoch immer nur als eine Ergänzung zu der Kernaufgabe, sprich, den Suchenden die Möglichkeit zu geben, die gewünschten Informationen zu finden.
Wir haben unsere Aufmerksamkeit speziell auf Immobilien Scout 24 gerichtet, weil die hier eine Preispolitik fahren, die Ihresgleichen sucht. Dies soll hier näher untersucht werden.
Geschichte und Fakten
Das in Rede stehende Unternehmen wurde 1997 in München gegründet und firmierte unter den Namen “EIB Wohn- und Immobilieninternetwork GmbH”.
In September 1998 wurde der Firmensitz nach Berlin verlagert und das Unternehmen wurde in Immobilien Scout GmbH umbenannt.
Seit September 1999 ist Immobilien Scout bundesweit tätig und beschäftigt mittlerweile ca. 400 Mitarbeiter.
Zurzeit wird das Unternehmen von Herr Dr. Martin Enderle und Herr Dirk Hoffmann geführt. Die Immobilien Scout GmbH ist eine Beteiligung der Scout24 AG. Die Scout24 AG ist eine 100prozentige Tochter des Deutschen Telekom Konzerns und umfasst u. a. ImmobilienScout24, AutoScout24, ElectronicScout24, FinanceScout24, FriendScout24, Jobscout24, Travelscout24, Jobs.de und Local24.
Weitere Infos siehe: http://www.scout24.com/de/historie.asp
Aus Vereinfachungsgründen steht im Nachfolgenden Text die Abkürzung Immoscout24, Immobilienscout, Scout oder IS24 für das Unternehmen Immobilien Scout GmbH.
Immoscout24 behauptet fast auf eine notorische Art und Weise von sich, im Immobilienmarkt in Deutschland die Nr. 1 zu sein. Da Nr. 1 zu sein, gleichbedeutend ist mit “in allen Bereichen die Nr. 1 zu sein”, werden wir später näher darauf eingehen, inwieweit von eine Nr. 1 die Rede sein kann.
Die Spielwiese und die Spielkammeraden
Auf den deutschen Immobilienmarktplatz tummelt sich allerdings nicht alleine Immoscout24, es gibt noch weitere ernsthaft zu nennende Mitbewerber zum Leid von Immoscout24. Aber wie im wahren Leben, wer möchte schon alleine spielen, gemeinsam ist es doch viel schöner und manchmal kann man sogar voneinander lernen.
An erster Stelle sei Immonet genannt, ein Tochterunternehmen der Axel Springer AG mit Sitz in Hamburg. Seit 2003 bietet Immonet einen vergleichbaren Service wie Immoscout24 an und beschäftigt ca. 190 Mitarbeiter. Sie zählen zu den großen im Markt der Immobilienbörsen und konnten in den letzten Jahren mehrere Publikumspreise gewinnen, unter anderem den “Onlinestar” und den “People´s Choice Award”. Die Angebotspalette von Immonet umfasst Immobilien in über 50 Ländern.
An zweiter Stelle kommt Immowelt, in 1991 gegründet und 2000 in Immowelt genannt. Die Immowelt AG hat mit 18 Jahre Markterfahrung einen Erfahrungsvorsprung gegenüber den beiden soeben genannten Mitbewerbern. Immowelt ist in diversen deutschen Regionen sehr stark vertreten, allerdings erstreckt sich die starke Präsenz nicht deutschlandweit. Kleiner Nachteil gegenüber den beiden soeben genannten Mitbewerber: leider ist eine Suche nach Ort und Straße nicht möglich, hier muss sich der Interessent nur mit dem Ort samt Objektangaben zufrieden geben.
Des Weiteren soll noch Kalaydo Erwähnung finden, dieses Portal ist allerdings eher interessant für die Regionen im Rheinland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen. In diesen Regionen ist es sehr stark vertreten.
Weitere Anbieter sind Immobilien.de, Immozentral, Next-Home, Immobilien-World, Immoguide, Privatimmobilien.de, mobillo.de, und Weitere. Insgesamt tummeln sich auf den deutschen Markt ca. 70 Immobilienportale.
Preispolitik bei Immoscout24
Wenn es um Preissteigerungen geht, da versteht Immoscout24 seine “Sache” sehr gut. Da dies eines der hervorstechendsten Merkmale von ImmoScout24 darstellt, verdient es besonderer Aufmerksamkeit. Darauf soll jetzt näher eingegangen werden.
Beginnen wir mit einem kleinen Beispiel, und zwar anhand des 20er Pakets (alle Preise netto):
-Bis zum 01.07.07 kostete das 20er-Paket noch 139€/Monat, sprich, für 20 Objekte musste ein gewerblicher Anbieter 139€ monatlich zahlen.
-Ab dem 01.07.07 verlangte Immoscout24 für das gleiche Paket 268€/Monat.
-Damit nicht genug, ab dem 14.01.09 sind die Preise erneut gestiegen. Nun haben es die “Macher” ja clever gemacht, das 20er-Paket ist entfallen! Nun gibt es entweder das 15er-Paket für weiterhin 268€/Monat (also 5 Objekte weniger) oder es steht die Option offen auf die 25-Pferdchen zu steigen, dann kostete der Spaß 383€/Monat!!!
-Inzwischen gibt es bereits Gerüchte, wonach erneut Preiserhöhungen anstehen sollen, allerdings soll es nun noch intelligenter erfolgen… dies soll wohl regional abhängig sein. Vermutlich in den Regionen wo Immoscout24 stark ist werden die Preiserhöhungen stärker anfallen als in den Regionen wo die Präsenz noch ausgebaut werden muss bzw. die Mitbewerber vom Markt gedrängt werden sollen. Allerdings sind das nur Vermutungen und Spekulationen, daher bleibt die nächste K.O.-Runde spannend.



Die Rede ist hierbei nur von dem 20er-Paket. Sie halten das für Wahnsinn? Ist es nicht, das sind nackte Zahlen und bedenken Sie, Basis für 100% ist hier 2006. Wenn wir z. B. vom Jahr 2002 ausgehen, dann sieht es für ein 30er-Paket so aus:


Nun wenden wir unseren Fokus doch mal auf den größeren Paketen. Als Beispiel sei dieser Beitrag im “Immobilien Blog – Immobilienportale” genannt, eine unabhängige Seite, wo die Entwicklungen in diesem Bereich beobachtet werden können. Es geht um diesen Beitrag:
http://www.immobilienportale.com/2007249-umsatzsteigerung-von-45-in-2006-bei-immobilienscout24/
Nun zu den unbegrenzten Angeboten: bis zum 31.07.06 betrugen die monatlichen Kosten 147,68€, ab dem 01.08.06 beliefen die sich auf 287,68€ (eine Erhöhung von 94%!!!).
Obwohl der bestehende Vertrag noch bis zum 31.07.07 lief, erhielten die Kunden eine “fristgerechte” Kündigung zum 31.10.06 (warum nicht schon vorher abkassieren?). Demnach sollten 300 Objekte preislich bei 1.005.72€ liegen, bei 600 Objekte wären das 2.011,44€ (Preissteigerung von 1.362%). Das sind natürlich traumhafte Preissteigerungen für ein Unternehmen, das heutzutage in der freien Marktwirtschaft tätig ist, wer wünscht sich das nicht? Wo haben Sie zuletzt von solch einer Preisentwicklung gehört? Stellen Sie sich doch vor, ab morgen kosten Brötchen nicht mehr 0,35€, sondern 3,50€? Und das wäre eine Preissteigerung von lediglich 1000%, und? Oder stellen wir uns doch mal vor, die Telefongrundgebühr beträgt in Zukunft nicht mehr z. b. 25€, sondern 75€? Das wären lediglich 300% mehr, müsste ja noch zu verkraften sein, oder? Fragen wir doch mal die Geschäftsführung von Immobilienscout was die dazu sagen? Wie wird das gerechtfertigt? Näheres dazu weiter unten.




Nun nehmen wir ein Beispiel am größten Paket, wo sich Immoscout24 nicht wegen seiner Preispolitik in Schweigen umhüllt. Und zwar dem 75er-Paket, bisher das 80er-Paket.
Hier haben wir auf den ersten Blick eine leichte Preiserhöhung, nun ja, durch die Änderung der Anzahl in dem Paket ist es auf den ersten Blick etwas schwierig die Preiserhöhung zu vergleichen. Clever gemacht Immoscout, dadurch ist der Preisunterschied nicht sehr transparent.
Wenn wir das nun in Zahlen ausdrücken, sieht es folgendermaßen aus:
Bei dem 80er-Paket kostete ein Objekt noch 8,40€, nach der Preiserhöhung im Jahr 2009 kostet ein Objekt nun 10,58€. Auch hier scheint es nicht viel zu sein, ein paar Euro. Wenn wir dies jedoch prozentual ausdrücken, sind das sage und schreibe 26%!!! Von wegen kleine Preiserhöhung. Sicherlich ist das für solch ein Unternehmen eine Kleinigkeit und nicht der Rede wert. Finden Sie auch, dass eine Preiserhöhung von 26% nur eine kleine Preiserhöhung darstellt? Der Kunde zahlt monatlich 122€ mehr, inseriert dabei 5 Objekte weniger und zahlt Ende des Jahres insgesamt 1.464€ mehr.
Und wie sieht es bei privaten Anbietern aus?

Auch die wurden kräftig zur Kasse gebeten. In 2007 lagen die Preise für Privatpersonenanzeigen (Rubrik Verkauf) bei 29,95€/Monat, jetzt sind es 29,95€/14 Tage. Man achte auf die Kunst von Immobilienscout, die Preiserhöhungen so gut wie möglich zu mogeln. Warum nicht gleich 59,90€/4 Wochen? Welcher Privatanbieter ist so dumm, sich die Arbeit zu machen die Immobilie reinzustellen und die ganze Arbeit in Kauf zu nehmen und nach 14 Tage es wieder raus zu nehmen? Und wer verkauft einer Immobilie nach 14 Tage? Das wäre ein ausgesprochener Glückstreffer! Die Immoscout-Denker wissen schon warum die Preise in solche Mogel-Packungen angeboten werden, dadurch mindern die den Ärger-Effekt und sind nicht auf Anhieb vergleichbar mit den Konkurrenten. Erst mal sieht man nur 29,95€! Wieder gut gemacht.

Nehmen wir Super Benzin bleifrei als Beispiel: wenn wir von einem Preis von 1,30€/Liter als Basis ausgehen, würde eine Preiserhöhung von 26% ein Literpreis von 1,64€ ergeben.
Anderes Beispiel: Sie zahlen für Ihre Krankenversicherung monatlich 300€, die Krankenkassen halten eine Beitragssteigerung für notwendig. 26% wäre ein Anstieg auf 378€/monatlich.
Letztes Beispiel: der Call&Surf-Komfort-Paket der Telekom kostet monatlich 39,95€ (inkl. Internet-Flatrate und Festnetz-Flatrate). Eine Erhöhung von 26% wären lediglich 50,34€/Monat. Was halten Sie davon? Im Jahr beträgt die Erhöhung insgesamt 124,64€.
Nun schauen Sie sich bitte die Preissteigerungen von Immoscout an, was berechtigt dieses Unternehmen solche Preissteigerungen zu tätigen? Höhere Stromkosten in den letzten Jahren um über 100%? Sind die Personalkosten bei Immoscout um 300% gestiegen? Oder haben die Investitionen in Millionenhöhe getätigt? Das Letztgenannte behauptet Immoscout, denn anders können die diese hohe Preissteigerungen nicht kaschieren, das ist die einzige Position die der Öffentlichkeit vorenthalten wird. Keiner weiß wie hoch die Investitionen tatsächlich sind und ein definitiver Nutzen ist auch nicht ersichtlich, dazu Näheres nachfolgend.
Wie begründet Immoscout24 die Preiserhöhungen?
Hier ein Auszug aus einem Kundenschreiben mit dem Titel “Immobilienscout24 wirkt der Finanzkrise entgegen”.
” die aktuellen Ereignisse auf den Finanzmärkten bereiten Sorgen. Die Auswirkungen auf die Immobilienbranche sind derzeit noch nicht absehbar. ImmobilienScout24 als größter Marktplatz für Immobilien ergreift deshalb jetzt nachhaltige Maßnahmen, den wir wollen, dass aus der Finanzkrise in Deutschland keine Immobilienkrise wird. Voraussetzung für einen funktionierenden Immobilienmarkt ist ein funktionierender Marktplatz für Immobilien..
[...] Wir werden 2009 überproportional investieren, um Ihnen maximale Nachfrage und besten Service zu bieten.[...]“
Interpretation:
Immoscout24 stellt sich als “Helfer und Retter” in der Not dar. Damit ist unmissverständlich gemeint, es werden Maßnahmen ergriffen, damit es in Deutschland nicht zu einer Immobilienkrise kommt.
Daraus ist definitiv Größenwahn abzuleiten, denn ein Unternehmen wie Immoscout mit solch einer Positionierung auf den Markt ist definitiv nicht in der Lage die Immobilienkrise für Immobilienunternehmen abzuwenden. Es grenzt schon an Unverschämtheit solch eine Aussage zu treffen und ist beleidigend.
Immobilienscout weckt keine Bedürfnisse oder lenkt Markttrends, sondern ist lediglich eine Plattform wo die “Suchenden” die bereits das Bedürfnis haben sich Eigentum anzuschaffen, fündig werden aus den Angeboten von vielen Anbietern.
Da dies also definitiv nicht möglich ist und noch nicht mal ein irregeleiteter Geschäftsführer solch einen Wahnsinn glauben kann, muss daraus hergeleitet werden, dass dieses Unternehmen diesen unlogischen und absolut unglaubwürdigen Einwand benutzt, um erneut kräftig zur Kasse zu bitten. Was dabei verletzend ist (insbesondere bei Immoscout-Kunden die gewerblich tätig sind), ist die Tatsache, dass Immoscout24 seine Kunden für so naiv hält, dass diese solche Märchen tatsächlich glauben würden. Es handelt sich um einen Kundenstamm zusammengesetzt zum größten Teil aus Einzelkämpfer (freie Makler), die meisten müssen jeden Tag aufs Neue für ihr finanzielles Überleben sorgen. Was sollen die davon halten, wenn plötzlich ein größenwahnsinniges “Immobilienportal” zu verstehen gibt, durch Preiserhöhungen für einen gesunden Immobilienmarkt in Deutschland zu sorgen? Was halten Sie davon?
Dann kommt die zweite Aussage hinterher, wonach Immoscout24 überproportional investieren wird, um seine Kunden maximale Nachfrage und besten Service zu bieten…
Erneut so ein Täuschungsmanöver! Wenn die Nachfrage nicht da ist, dann ist die Nachfrage nicht da. Punkt!
Immoscout weckt definitiv keine Bedürfnisse, sprich, das Bedürfnis sich beispielsweise Eigentum zu schaffen. Es geht bei Immoscout darum, dass die “Suchenden”, also Bereitwilligen sich nicht woanders umschauen, sondern direkt bei Immoscout24. Das ist die primäre Aufgabe von diesem Unternehmen, sich das Überleben zu sichern, sprich, Kunden von den Mitbewerbern abzuwerben, und das wären nicht nur andere Portale wie Immonet, Immowelt, Kalaydo und Co., sondern auch Zeitungen wo Immobilienanzeigen geschaltet werden können.
Wie gesagt, es geht nicht primär und sicherlich noch nicht mal sekundär darum Bedürfnisse zu wecken, sondern eine Plattform zur Verfügung zu stellen, damit diejenigen Kunden die sich mit der Thematik eine Kaufes oder Anmietung auseinander gesetzt haben, die passende Immobilien finden.
Solch eine Aussage ist so absurd, als wenn Google behaupten würde, die machen jetzt Suchvorgänge kostenpflichtig (0,01€/Anfrage), damit diese Gelder in eine bessere Infrastruktur investiert werden würden, damit Unternehmen besser Informationen finden und sich so besser aus der Krise durch Wissensvorsprung oder Kooperationen retten könnten.
Dann kam hinterher eine Aussage von Herrn Iyilikci, Pressesprecher von Immoscout24, die folgendermaßen lautet:
“Die Maßnahmen unsererseits sind konkret erhebliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in die Nachfrage zur Steigerung der Abschlüsse, Schaffung von mehr Flexibilität und die Bereitstellung der besten Branchenkompetenz“, sagt Ergin Iyilikci, Pressesprecher von ImmobilienScout24. “Die Anpassung liegt zwischen 0 und 2,50 pro inseriertem Objekt pro Monat und wurde sehr bedacht gewählt. Marktführer bewegen sich in allen Märkten am oberen Ende des Preisniveaus, denn die Kunden bezahlen für Qualität. Schließlich bieten wir nach wie vor das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Immobilienportale im deutschen Internet.”
Auch hier wird versucht die Kunden zu betäuben. Mit Kunden die sich nicht allzu sehr mit Internet auskennen wird dies vielleicht gelingen, nicht jedoch bei denjenigen die sich mit der Materie “Internet” auskennen.
Die Rede ist von:
1. Nachfrage zur Steigerung der Abschlüsse
2. Schaffung von mehr Flexibilität
3. Bereitstellung der besten Branchenkompetenz
4. Anpassung zwischen 0€ – 2,50€/Objekt/Monat sehr bedacht ausgewählt
5. Marktführer bewegen sich am oberen Ende des Preisniveaus
6. Beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Immoportale in Deutschland
Zu 1. Nachfrage zur Steigerung der Abschlüsse
Nachfrage zur Steigerung der Abschlüsse. Was soll das bedeuten? Meinen die damit, wenn der Kunde nicht über Immoscout kommt, dann kommt der Kunde gar nicht? Wenn er Ihr Angebot nicht über Immoscout findet, dann findet er es überhaupt gar nicht? Immoscout wird Bedürfnisse wecken, damit ich als Kunde (egal ob gewerblich tätig oder Privatperson) meine Immobilie an dem Mann bringe? Was soll das, wollen die uns auf den Arm nehmen? Fakt ist, das ist Unsinn. Immoscout24 investiert darin, seine Marktstellung weiter auszubauen, Kunden von den Mitbewerbern wegzulocken, sogar aus der Homepage von Maklerunternehmen werden dabei Kunden weg gelockt, schließlich kann Immoscout24 das nicht kontrollieren. Es geht aber nicht nur um die Marktstellung weiter auszubauen, sondern auch selbstverständlich die Mitbewerber vom Markt zu drängen bzw. zu schwächen (freie Marktwirtschaft) um letztendlich als Sieger da zu stehen, und die Preise frei diktieren zu können. Das ist die Intention, und nichts anderes. Dieses Unternehmen ist nicht sozial eingestellt (wir tun was Gutes für unsere Kunden), das ist schon aus der Preispolitik zu erkennen.
Das Weiteren sei noch ein Punkt angemerkt: im Jahr 2009 hatte Immoscout24 die großartige Idee, seine zahlenden Kunden (gewerblichen Anbietern) noch etwas mehr bei seiner “Unterstützung” zu mehr Abschlüsse zu verhelfen. Was war die Idee? Alle Immobilienanzeigen von Maklern mit Außenprovision (also wo der Immobiliensuchende eine Provision zu zahlen hatte, die auch offen bekundet wurde) waren wie immer neutral gehalten, alle Objekte wo keine Provision zu zahlen wäre (also von Privatanbieter) waren mit einem Symbol versehen “Provisionsfrei”. Damit es auch nicht übersehen werden konnte, war es markant in der Farbe Rot gehalten. Erst nach Drängen von mehreren Kunden und unter anderem vom IVD-Verein, wurde diese Kennzeichnung entfernt. Frage an Herrn Iyilikci und an die Geschäftsführung von Immoscout? Wem wollen Sie hier für dumm verkaufen? Bitte erklären Sie doch, wie soll diese Aktion zur Steigerung von Abschlüssen Ihrer besten Kunden beitragen?
Zu 2. Schaffung von mehr Flexibilität
Schaffung von mehr Flexibilität. Wo und was? Es ist ein Armutszeugnis, das Kunden in den Beschreibungsfeldern nicht mehr als 1000 Zeichen als Text jeweils eingeben dürfen. Beispielsweise möchten Sie im Feld Ausstattung mehr als 1000 Zeichen eingeben (hört sich nach viel an, ist allerdings nicht viel), so ist das nicht möglich. Ein Laie denkt jetzt wahrscheinlich, 1000 Zeichen ist schon sehr viel und nimmt sicherlich sehr viel Platz in Anspruch, zumindest hört es sich danach an. Ist aber nicht der Fall. Text nimmt am wenigsten Platz in Anspruch, seitenlange Texte nehmen i.d.R. nur wenige Kilobytes in Anspruch. Immonet ist da großzügiger, obwohl das Einstellen von Objekten im Durchschnitt weit weniger als die Hälfte kostet, können dort 2000 Zeichen als Text eingegeben werden. Auch Immowelt ist großzügiger. Also lieber Kollegen vom ImmobilenScout24-Team, wozu das viele Geld?
Noch eine Frage: wie steht’s mit Bildern? Wo bleibt da die Flexibilität? Für so viel Geld im Monat gibt es bei Immoscout24 nur 10 Bilder bei Privatanbietern, bei Immonet 25 Bildern, bei Immowelt 15 Bildern. Bei anderen Börsen gibt es in der Regel auch mehr Bilder. Nochmal die Frage: wo bleibt das ganze Geld was Sie einnehmen? Wo bleibt die Flexibilität? Von einem Maklerkollegen wurde in Erfahrung gebracht, dass sogar bei den Übertragungen von Maklerprogrammen Probleme mit Immoscout des Öfteren gibt, beispielsweise ist es auch heute noch nicht möglich, bei einer Übertragung aus einem Maklerprogramm heraus per Schnittstelle, die Höhe des Hausgeldes mit zu übertragen. Bei den Mitbewerbern geht das. Auch hier die Frage, wo bleibt die Flexibilität Herr Iyilikci? Die Liste kann weiter fortgesetzt werden. Wo geht das viele Geld hin?
Zu 3. Bereitstellung der besten Branchenkompetenz
Das ist mitunter eines der Bereiche wo Immoscout24 sehr viel Werbung macht, gewerbliche Anbieter werden mit Werbung für kostenpflichtige Seminare bombardiert. Dies erfolgt per Fax, per Email und per Telefon… hier hat sich Immoscout sehr spitzfindig gezeigt. Warum sollen wir unsere Kunden nur durch die Nutzung unsere Plattform melken, wenn wir doch auch Reserven schaffen können? Also was liegt näher, als den Kunden zu unterstellen, dass diese kein Fachwissen haben und sich über Immoscout ausbilden lassen sollten?
Sprich, durch Immoscout bekommen die Mitglieder beim Besuch der angebotenen Seminaren mehr Branchenkompetenz. Ist das nicht klasse? An alle Makler, auf zum Immoscout, dort könnt Ihr noch was lernen! Man könnte bisher annehmen, ist eigentlich ganz nett, dass der “Scout” sich so sehr um seine Mitglieder kümmert und durch Mehrwert sich von den Mitbewerbern abhebt und seine Kunden mehr anbietet. Dafür haben die ja die Preise angehoben, um „Mehr“ zu bieten, vor allem mehr Branchenkompetenz!
Die Veranstaltungen sind keine seltenen Perlen und können als vergleichbar bezeichnet werden. Damit ist gemeint, dass diese Seminare auch außerhalb von Immoscout gebucht werden können. Seit langem gibt es Immobilien-Experten die kostenpflichtige Veranstaltungen für Immobilienprofis anbieten. Es wäre hier seitens Immoscout eher zu erwarten, dass für die horrende Preise die gewerbliche Kunden zahlen müssen, auch kostenlose Veranstaltungen angeboten werden würden (als Mehrwert zu den eigentlichen Produkten). Der Kunde wurde nur für Essen, Trinken und Übernachten soweit erforderlich selbst sorgen. Aber nein, auch hier wird der Kunde zur Kasse gebeten! Was sagen Sie lieber Leser dazu? Immoscout propagiert „Investitionen in Branchenkompetenz“ und dann müssen die Kunden noch für Seminare zahlen? Trotz der erhöhten Preise? Da fühlt man sich doch verschaukelt.
Das „Branchenkompetenz-System“ ist intelligent aufgebaut. Es gibt zum Beispiel das Thema “Erfolgreich vermarkten im Internet”. Dann wird ein Programm aufgestellt, dieser erstreckt sich oft von morgens bis abends. Dabei gibt es verschiedene Module die gebucht werden können oder teilweise kostenlos sind. Die kostenlosen sind meistens uninteressant, da dort kein wirklich wertvolles Wissen vermittelt wird, die interessanten Seminare bzw. Schulungen sind kostenpflichtig. Dann heißt es beispielsweise:
“Dieses kostenpflichtige Online-Seminar bietet Ihnen ImmobilienScout24 in Kooperation mit www.masterplan-club.de an. Damit liefern wir Ihnen zusätzliche Praxiskenntnisse für Ihr erfolgreiches Vermarktungsgeschäft.
Für Sie haben wir mit unserem Kooperationspartner einen Sonderpreis vereinbart. Als Kunde von ImmobilienScout24.de zahlen Sie eine Teilnahmegebühr von 65,00 € zzgl. MwSt. (statt 85,00 € zzgl. MwSt.). Sie sparen 20 €.
Für das Seminar melden Sie sich direkt über masterplan an. Damit Sie in den Genuss des Preisvorteils kommen, geben Sie bei Anmeldung bitte Ihren Aktions-Code an.”
Toll, der Kunden wird auch hier zur Kasse gebeten und wenn er mehr als ein Modul an einem Tag bucht, sogar mehrmals. Natürlich zu einem ermäßigten Preis! Durch diese Kooperationen stellt sich die Frage, ob Immoscout wirklich seinen Kunden was aus der eigenen Tasche anbietet oder selbst noch dran verdient?
Auch stellt sich die Frage, wieso ein “Immobilien-Portal” hier als Ausbildungsstätte überhaupt fungiert, anstatt sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren.
Hier können Sie sich selbst davon überzeugen:
http://www.immobilienscout24.de/de/anbieten/kundenaktionen/index.jsp?_s_peprm=:2
Die Rede ist von “ImmobilienScout24-Academy”, “ImmobilienScout24-Events”, “Zertifizierung zum Internet-Profi” oder sogar “Zertifizierung zum Internet-Master”. Was soll das? Das ist vergleichbar, als wenn Google nun Kurse zum “Web-Master” oder “Homepage-Designer” anbietet, damit die Kunden besser im Internet gefunden werden.
Es ist in Ordnung, wenn Immoscout24 dies als Mehrwert für seine Kunden anbietet. Aber es stellt sich die Frage, ob diese illusorische “Ausbildungsstätte” tatsächlich als Vorwand für die immensen Preiserhöhungen gelten soll? Wer wünscht sowas, angesichts der immensen Preiserhöhungen pro Objekt?
Die meisten Makler die im Immoscout24 inserieren sind Fachleute, es obliegt zu seinen Aufgaben sein Fachwissen ständig zu aktualisieren bzw. zu erneuern. Dafür gibt es viele Veranstaltungen z. B. seitens des IVD, IHK oder sonstigen Immobilien-Experten. Das wäre als wenn Microsoft nun Kurse für Windows selbst anbietet und dafür die Preise für das Betriebssystem um 100% anhebt mit der Begründung: „wir wollen dass Sie nicht nur Spaß dran haben, verdienen Sie auch noch Geld damit! Wir investieren in Ihre Kompetenz und Ihrem Wissensvorsprung“, und Sie auch noch für die Seminare bezahlen müssten, natürlich zu ein ermäßigten Preis.
Wie bereits erwähnt, es drängt sich die Vermutung, ob es vielleicht möglich wäre, dass Immoscout24 die “Branchenkompetenz” als einen von vielen Vorwänden nutzt, um seine Preiserhöhungen nett zu verpacken und dabei sogar nochmal kräftig mit den Veranstaltungen kassiert?
Zu 4. Anpassung zwischen 0€ – 2,50€/Objekt/Monat sehr bedacht ausgewählt
Preiserhöhungen beim Immoscout sehr bedacht ausgewählt. Das ist einer der Gründe, warum viele Makler so schlecht auf ImmobilienScout 24 zu sprechen sind. Die fühlen sich einfach “verarscht” bzw. “für dumm gehalten”.
Was soll an den Preiserhöhungen sehr bedacht ausgewählt sein? Auch hier wieder eine Verschleierungstaktik seitens des “Scouts”! Die Preismacher denken sich: „wir sprechen lieber nicht über die Gesamtsummen, sondern über den Preis für ein einzelnes Objekt. Dadurch hört sich die Preiserhöhung nach weniger an“. Klasse, wieder gut gemacht.
Nun lassen wir nun etwas Licht hier rein, damit etwas mehr Klarheit in den bedachtsamen Preiserhöhungen kommt.
Die nun aufgeführten Preise sind bereits oben grafisch dargestellt. Zu Übersichtszwecken werden die hier nochmal zahlenmäßig dargestellt:


Die einzige Möglichkeit zu vergleichen, ist die Pakete vergleichbar zu machen, damit Preisanstiege festgestellt werden können. So ist das 20er-Paket, der im Jahr 2007 preislich festgesetzt wurde abgelöst durch die Pakete 15er oder 25er.
Was hier besonders auffällt ist die Tatsache, dass ab dem 10er-Paket kein Paket der vorhanden war, weiter mit der gleichen Anzahl an Objekten geführt wird. Was für ein Zufall, dass nur die unveränderten Pakete 5 und 10 unverändert bleiben, alle anderen wo Preisänderungen stattgefunden haben, haben sich mengenmäßig geändert. Sprich die Preise haben sich geändert und auch die Anzahl der Objekte, dadurch ist ein direkter Vergleich schwieriger und die Verärgerung bei den Kunden kann besser eingedämpft werden.
Nun die Frage: wo ist hier bedachtsam ausgewählt worden? „Bedachtsam verschleiert“ ist eher der Fall.
Zu 5. Marktführer bewegen sich am oberen Ende des Preisniveaus
Die Bedeutung dieser Aussage ist schwer zu erschließen. “Marktführer bewegen sich am oberen Ende des Preisniveaus”. Heißt das, Marktführer können mit Vollgas Preise erhöhen? Gott sei Dank ist Microsoft noch nicht auf den Trichter gekommen, sonst müssten wir zusätzlich zum Betriebssystem noch eine laufende Pauschale für die Updates und ServicePacks bezahlen. Was ist mit Google? Marktführer bei den Suchtechnologien, wie wäre es mit einer zusätzlichen Pauschale pro Klick eines Anwenders bei einem Suchtreffer? Gucken kostet dann aber nichts.
Oder ist hier gemeint, dass die Immobilien-Marktführerunternehmen sich am Ende des Preisniveaus bewegen und dementsprechend bereit sind horrendere Preis zu zahlen weil die es sich ohnehin leisten können? Eine schwammige Aussage.
Zu 6. Beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Immoportale in Deutschland
Von bester Preis-/Leistungsverhältnis aller Immobilienportale in Deutschland kann gar nicht die Rede sein.
Warum? Immonet erreicht inzwischen sehr viele Interessenten schon alleine durch die hohe Anzahl der Immoscout-Flüchtlinge. Dabei kostet eine Anzeige teilweise ein Bruchteil dessen, was ein Anbieter beim Immoscout24 bezahlen muss.
Ein Privatanbieter bezahlt beim ImmobilienScout24 fast 59,90€ für 4 Wochen, das ist mehr als die Telefon-Gebühren (sei es Handy oder Festnetz), mehr als eine Durchschnittsmiete für eine Garage oder sogar mehr als manch einer für eine Stromrechnung zahlen muss. Bei den Immoportal Immonet zahlt der Kunde für eine Anzeige lediglich 19,95€ für 4 Wochen, bei Immowelt zahlt der Kunde 14,90€ oder bei Kalaydo 19,90€. Hier würde Immoscout24 einwenden, dass derjenige bei anderen Anbietern länger brauchen wurde um seine Immobilien zu verkaufen, weil die Frequenz bei keinem Anbieter so groß wie bei denen ist. Das ist falsch! Warum? Immoscout ist nicht überall die Nummer 1, wenn dem so wäre müssten die nicht ständig Werbung im Großen Still machen und hätten es nicht nötig sich ständig und überall als Nr. 1 zu posieren. Diese Muskelzeigen-Masche kann der Ottonormalverbraucher nicht mehr sehen und hören.
Es gibt Regionen wo Immoscout24 nicht so stark vertreten ist, dort ist die Wahrscheinlichkeit über einen anderen Immoportal gefunden zu werden um Einiges höher. Im süddeutschen Raum ist Immowelt sehr stark vertreten, im Norddeutschen Raum Immobilien.de eine gute Adresse, im nordrheinwestfälischen Raum Kalaydo.de. Das ist kein Geheimnis und unter Branchenkennern ganz klar.
Es wird sehr viel pauschalisiert und leider schlucken sehr viele Leute die “Pille” ohne nachzufragen. Daher fährt Immoscout diese Werbestrategie.
„Das beste Preisleistungs-Verhältnis“ kann also nicht der Wahrheit entsprechen, denn damit diese Aussage stimmig ist, müsste es für die gesamte Bundesrepublik gelten, das ist definitiv nicht der Fall. Zum Glück auch, wer weiß wie die Preiserhöhungen sonst ausfallen würden.
Kundenservice bei Immoscout
Hier liegt beim Immoscout einer der größten Schwachstellen. Es gibt unzählige Berichte im Internet, wonach Mitarbeiter von Immoscout24 Ihre Kunden am Telefon mit rüden Manieren abservieren.
Sprüche wie “Sie sollten nicht so viel stänkern”, oder “konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre Kernaufgaben, anstatt sich hier über Preiserhöhungen zu ärgern”, oder “manche Leute haben nichts besser zu tun, als den ganzen Tag hier anzurufen und sich über die Preise zu beschweren”.
Solange sich der Kunde nicht beschwert ist die Welt in Ordnung, aber wehe es wird eine Beschwerde vorgetragen, dann ist die Freundlichkeit vorbei. Die Palette erstreckt sich allerdings noch weiter: Kündigungen die Ewigkeiten auf eine Bestätigung warten, Preisanpassungen von alten Verträge an neuen Preisstrukturen die erst nach einer Kündigung verhandelt werden, usw.
Das ist das Traurige für die Immoscout-Abhängigen: obwohl die ganz böse gemelkt werden, bekommen die dafür noch einen verständnislosen und unfreundlichen Support. Aber jetzt haben sich die Macher ja was Tolles einfallen lassen, jetzt sind die gewerblichen Kunden nicht mehr „Kunden“, sondern Kooperationspartner! Das heißt, wenn ein Unternehmen Briefe mit der Deutschen Post verschickt, sein Geschäfts-Festnetzanschluss bei Arcor beauftragt, Bestellungen bei Otto-Office für sein Unternehmen tätig oder sogar beim Metro für sein Unternehmen einkauft, dann sind das ja alles Kooperationspartner. Da hätte man ja schnell sehr viele Kooperationspartner. Ein Vorschlag an die Kreativ-Abteilung von Immoscout, was haltet ihr von Melkkühe? Im englischen heißen die CASH-COWS.
Nachdem ein „kreativer“ diese hervorragende Idee hatte, flatterten schon Schreiben bei den gewerblichen Kunden ein, nein Entschuldigung, nun heißen die „Kooperationspartner“. Ein schönes Bild von dem „Kooperationsteam“, mit sehr viel unnötigem und nichtssagendes Informationsgeschwulst und sogar eine großformatige Visitenkarte war dabei, mit dem Vorschlag diese doch irgendwo im Sichtbereich aufzustellen, damit im Falle eines Falles sofort die Kontaktdaten des „Kooperationspartners“ vorhanden sind. Nun, jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen.
So wird Geld aus dem Fenster geworfen. Aber solange es noch Cash-Cows gibt, kann man sich sowas leisten.
Warum Immoscout “noch” viele Interessenten anzieht
Es gibt sicherlich gezielte Maßnahmen um ein Unternehmen erfolgreich am Markt zu positionieren, aber letztendlich reguliert sich der Markt von selbst. Der Markt ist vergleichbar mit einem Leviathan, der Markt akzeptiert manche Teilnehmer die zur rechten Zeit am rechten Ort in der rechten Aufmachung erscheinen.
Immoscout hat sicherlich von diesem frischen Wind in den Segeln profitiert und ist immer noch auf Fahrt.
Der große Erfolg liegt u. a. darin, dass immer noch sehr viele Interessenten diese Internet-Adresse ansteuern um die geeignete Immobilie zu finden. Diese Menschenmasse besteht fast ausschließlich aus Privatpersonen die von den Machenschaften dieses Unternehmens so gut wie nichts wissen. Auch treiben diese Anfragen die Immoscout-Trefferquote von Google nach oben, was auch bei einer simplen Immobiliensuche Immoscout an erster Stelle in den Suchergebnisse positioniert.
Dadurch, dass sehr viele Interessenten die Seiten von Immobilienscout ansteuern, bieten sehr viele Makler dort ihre Angebote, um natürlich die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, eine Immobilie zu verkaufen. Das Gleiche gilt für Privatpersonen.
Die größte Masse machen allerdings die gewerblichen Anbieter und die sind nicht bereit das Risiko einzugehen, die Immobilien woanders anzubieten.
Noch befinden wir uns in einer Zeit, wo Immoscout24 noch nicht den Zepter in der Hand hält, auch wenn die das gerne von sich so zu verstehen geben. Es gibt immer noch ernstzunehmende Immobilienportale, die zusammenaddiert ein massives Gegengewicht aufweisen. Des Weiteren gibt es viele Maklerportale (eigene Homepage) die auch sehr gut besucht werden, und letztendlich gibt es immer noch die Tageszeitungen, die preislich viel höher liegen, nichtsdestotrotz für Immoscout eine Konkurrenz darstellen.
Würden die gewerblichen Immobilien-Anbieter ihre Immobilien von Immobilienscout entfernen (es müssten noch nicht mal alle sein, die Hälfte würde schon genügen), würde es mit Immobilienscout schlecht aussehen. In kürzester Zeit würden die Besucherströme nachlassen, den ein Gesetz gilt im Internet: so schnell wie du aufsteigst, kannst du auch absinken. Im Internet gibt es keine räumliche Entfernungen, sondern nur Mausklicks und Entscheidungen fallen sehr schnell. Wenn sich ein Massenstrom entwickelt, ist er nicht mehr aufzuhalten.
Inzwischen gibt es ein Immoportal, welches von Makler initiiert wurde (www.ihanse.de). Dies stellt allerdings keine ernsthafte Konkurrenz zu Immoscout, da das Outfit marketingmäßig nicht sehr ansprechend wirkt (zumindest nicht um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten) und der Name irreleitet in der Hinsicht, dass die Interessenten denken es handelt sich um eine Spezialisierung auf den norddeutschen Raum. Ansonsten ist die Idee welche dahinter steckt hervorragend.
Es liegt primär nicht an den “besonderen Leistungen” von Immoscout, das noch sehr viele Besucher dort anfragen, denn was die Besucher beim Immoscout erwarten ist primär die Möglichkeit die richtige Immobilie zu finden. Und das bieten andere auch. Nur der Interessenten-Strom führt zurzeit zum Immoscout und das regelt der Markt von selbst. Wenn die “Scout-Ära” vorbei ist, und das wird sicherlich irgendwann passieren, dann ist das nicht aufzuhalten.
Das “Mehr” an Immoscout24
Bei Immoscout heißt es im “Dauerschnellfeuer”: “wir erweitern unser Angebot für Sie”, oder “wir investieren in unsere Homepage damit Sie mehr davon haben”. Es wird ständig den Kunden oder Interessenten suggeriert, auf den Internet-Seiten von Immoscout finden Sie nicht nur Immobilien, sondern mehr. Dieses mehr wird meistens im Raum gelassen und wird nicht näher spezifiziert.
Bedenken Sie, Immoscout ist in ERSTER STELLE nichts anderes als eine Suchmaschine für Immobilien. Und das war es auch schon! Das ist die Kernaufgabe von Immoscout. Andere Suchmaschinen sind sogar kostenlos und finanzieren sich lediglich durch Werbeeinnahmen, sogar Google funktioniert nach diesem Prinzip. Bei Immoscout genügen nicht die Werbeeinnahmen die ohnehin sehr, sehr ausgiebig sind, der Kunde muss noch tief in die Tasche greifen. Für eine Privatperson 60€ für 4 Wochen um seine Immobilien reinzustellen, ein bisschen Text zu schreiben, ca. 10 Bilder hochzuladen und Schluss. Mehr ist nicht drin. Dafür benötigt Immoscout max. 1 MB Speicherplatz, das ist ein Klacks. Und dafür soll der Kunde 60€ für 4 Wochen berappen. Das ist einfach unverschämt, und weil der “Scout” dies weiß, pushen die sein Angebot mit angeblichen “Mehrwert”, was eigentlich gar kein Mehrwert darstellt, sondern lediglich Anleitungen und Informationen rund um Immobilien. Die interessantesten Sachen sind kostenpflichtig, wie Grundrisszeichnungen. Und was sagt Immoscout? Wir werden besser für Sie, wir expandieren, bei uns gewinnen Sie an Know-how, wir stellen Ihnen effiziente Werkzeuge zur Verfügung, usw. Nichts davon ist wirklich schlagkräftig und rechtfertigt die immensen Kosten die Immoscout-Kunden zu zahlen haben.
Den wollen wir auf den Grund gehen und machen einen Ausflug über die Internetseiten von Immoscout und prüfen dabei, wo der Kunde wirklich ein Mehrwert hat, dass diese immense Preiserhöhungen rechtfertigt oder ob es sich auch hier nur um Verschleierungstaktiken handelt, um tiefer in die Tasche der Kunden zu greifen.
Eingangsseite
Hier findet sich jede Menge Werbung, die dem Kunden kaum was bringt, sondern eher den Werbeträger Immoscout.
Nur der obere Viertel der Seite ist wirklich interessant für den Kunden, da er hier sich auf die Suche nach seiner Immobilie machen kann.
Rechts neben den Suchmöglichkeiten hat der Interessent die Möglichkeit, selbst Objekte zu inserieren (hier Vorteil für Immoscout).
Oben wird noch Werbung im Kleinformat für T-Com gemacht, sowie für die restlichen Scout-Gruppen die zum Glück nicht so erfolgreich wie Immoscout sind, sonst müssten wir auch da tiefer in die Tasche greifen.
Ungefähr in der Mitte der Eingangsseite befinden sich Links zu Mehrwert (darauf gehen wir gleich ein), etwas weiter unten wird Werbung eingeblendet, darunter gibt es noch mehrere Links die zu Seiten innerhalb von Immoscout verlinken. Dabei handelt es sich um Informationen, die man auch über Google bei anderen Seiten finden kann. Es sind Themen wie Bausparen, Vollfinanzierung, usw. Das ist beim Immoscout unter Kategorien zusammengefasst, die wie folgt lauten:
Finanzierung & Bewertung
Unter diesem Thema finden sich lediglich Informationsansammlungen rund um dieses Thema. Es sind Themen die über Google zu finden sind und keinesfalls die immensen Preiserhöhungen rechtfertigen. Des Weiteren macht Immoscout Kasse mit diesen Seiten, denn bei über 50% der anklickbaren Links wird Werbung von Unternehmen eingeblendet, die mit dieser Thematik zu tun haben. Also kann hier von keiner Investition die Rede sein, sondern von Einnahmen.
Umzug & Einzug
Auch hier finden sich lediglich gut strukturierte Informationen für Umzugswillige. Es gibt nichts Neues, die Informationen sind auch nicht exklusiv, sondern über Google zu finden.
Auch hier wird teilweise Werbung eingeblendet, z. B. von Shops für Umzugskartons.
Umbau & Renovierung
Hier finden sich Information über Sanierung, Haustechnik, Solar, Außenanlage, usw.
Selbstverständlich sind auch hier diverse Unternehmen werbemäßig präsent, unter anderem Baustoffhersteller.
Die Informationen sind gut strukturiert, knapp und präzise. Nur rechtfertigt auch das nicht die hohen Preiserhöhungen. Solche Informationen werden einmal redaktionell zusammengefasst und in unregelmäßigen Zeitabständen aktualisiert. Es stellt sich die Frage, ob nicht alleine die Werbeeinnahmen hier ausreichen, um diese laufenden Kosten zu tragen. Bitte bedenken Sie lieber Leser/-in, Unternehmen wie Google finanzieren sich fast ausschließlich über Werbung, also muss diese Einnahmequelle sehr profitabel sein.
Hausbau & Bauplanung
Der Titel sagt ja schon alles. Hier muss Immoscout24 werbemäßig die meisten Einnahmen haben, denn hier sind fast alle Seiten mit Werbung von Fertighaus-, Massivhaus-, Öko-Haus- oder Ausbauhaus-Hersteller versehen. Hier handelt es sich primär darum, dass der Interessent sich darüber informiert wer sich so alles am Markt tummelt. Und dafür soll der Kunde mehr bezahlen? Obwohl Immoscout kräftig an Werbung verdient?
Seniorenimmobilien
Die Idee ist gut, denn tatsächlich wird diese Kundengruppe in Deutschland noch nicht so richtig ernst genommen. Hier hat Immoscout sicherlich den Nerv der Zeit getroffen und eine gute Idee gehabt. Auch hier stellt sich allerdings die Frage, wofür wurde so viel Geld gebraucht? Es sind Informationen für Senioren, die woanders im Internet auch gefunden werden könnten, nur müsste sich da der Interessent mehr Zeit nehmen um die Informationen zusammenzutragen. Aber was soll hier so viel Geld kosten? Auch hier sehr viel Werbung, wie von Deutscher Ring, Der Paritätische, usw. Auch das rechtfertigt nicht die immensen Preiserhöhungen.
Maklerverzeichnis
Hier stehen ca. 16 Einträge, also ist es schon verwunderlich warum hier nur 16 von laut Immoscout über 2000 gewerblichen Anbietern stehen. Müssen die Kunden hier auch noch zusätzlich bezahlen und in dem Maklerverzeichnis zu erscheinen? Reichen dafür nicht schon die utopischen Preisen?
Immobiliensuche
Nun gehen wir auf Immobiliensuche beim Immoscout, vielleicht haben die dort investiert. Es gibt dort eine “Betasuche”, dabei wird eine neue Suchtechnologie genutzt. Beim Ausprobieren scheint es gut zu funktionieren und mit wenigen Klicks den Interessenten ans Ziel zu führen. Macht auf den ersten Blick also einen guten Eindruck und könnte als eine sinnvolle Investition gelten. Immonet bietet das gleiche an, ist zurzeit auch im Betastadium.
Wenn man die normale Suche benutzt, ist die Trefferliste übersichtlich gehalten, links bietet sich die Möglichkeit die Suche zu verfeinern. Gut aber nichts Neues, findet sich auch bei Mitbewerber.
Mitten in den Treffern findet sich Werbung, also auch hier macht Immoscout zusätzlich Kasse. Es verwundert schon sehr, wie viel Einnahmen alleine durch die Werbung einfließen müssen. Sogar auf der Seite wo die Immobilie im Detail angezeigt wird, findet sich unten Werbung von Banken (Partnerangebot).
In dem Scout Manager findet sich die Möglichkeit den Scout Report einzusehen, also die Statistiken über die einzelne Exposee-Aufrufe und mehr Informationen. Das ist nicht Neues und findet sich auch bei den Mitbewerbern.
Des Weiteren findet sich dort ein Halbjahresreport was als PDF-Dokument geladen werden kann, dort finden sich die gleichen Informationen wie im Scout Report, allerdings über einen längeren Zeitraum. Des Weiteren auch hier sehr viele Tipps und Infos wie man es richtig machen soll. Auch hier nichts Neues aber ganz nett.
Wo Immoscout sich von den Mitbewerbern abhebt ist in den Marktanalysen. Diese können kostenlos geladen werden und sind sinnvoll. Allerdings ist hier zu bemerken, diese Möglichkeit hat ImmobilienScout schon seit Jahren im Programm und demnach ist das nichts Neues und steht demnach in keinem Zusammenhang mit den Preiserhöhungen. Der Marktmonitor (zeigt Preis und Preisentwicklungen sowie Kennziffern zu den verschiedenen Regionen) ist kostenpflichtig. Dies ist hieraus zu entnehmen:
http://www.immobilienportale.com/20091892-immobilienscout24-verkauft-marktberichte/
Schon traurig, da wird man kräftig zur Kasse gebeten und sogar als Kunde steht einem das nicht kostenlos zu. Also auch hier keine Berechtigung für die Preiserhöhungen, im Gegenteil, aus den gesammelten Daten seiner Mitglieder schlägt Immoscout richtig Kapital. Also eine sehr effektive Verwertung.
Eine Möglichkeit zu Immobilienbewertung wird angeboten, diese ist allerdings auch für Mitglieder kostenpflichtig.
Kann es sein, dass der “Scout” diese Technologien mit den Preiserhöhungen finanziert unter dem Vorwand alles “besser, schöner und effektiver” zu machen, und dann die Cash-Cows nochmal zur Kasse bietet? Für das was die ohnehin schon bezahlt haben?
Es gibt unter den Inklusiv-Leistungen ein Content-Service, dabei werden Inhalte für die Homepage der Makler geliefert, damit die Homepage für Kunden informativ und spannend bleibt. Ein echter Mehrwert ist das nicht, auch müsste dann geprüft werden, inwieweit noch Werbung dann auf der Seite des Maklers einblendet werden würde.
Ansonsten sind die Inklusiv-Leistungen sehr überschaubar. Fast alles findet sich auch bei den zwei großen Mitbewerber und diese haben nicht so hohe Einnahmen wie Immoscout bzw. keine so drastischen Preiserhöhungen durchgeführt.
Ansonsten gibt es Zusatzprodukte die “kostenpflichtig” gebucht werden können. Da wäre z. B. eine professionelle Grundrisserstellung, bessere Platzierung in den Ergebnislisten, Cross-Marketing (zu Sonderkonditionen in bestimmten Zeitungsanzeigen inserieren, auch das gibt es bei den Mitbewerbern). Es gibt Lernvideos für Immobilien-Anbieter und die Möglichkeit sich als “Partner von IS24 vor Ort” einzutragen. Der wirkliche Sinn dieser Möglichkeit ist allerdings nicht nachvollziehbar.
Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit direkt aus Immoscout heraus ein Exposee zu erstellen und auszudrucken. Diese können nicht persönlich eingerichtet werden und machen optisch nicht viel her, aber die Möglichkeit ist wenigstens gegeben.
Des Weiteren würde die Bildverwaltung optimiert, eine sinnvolle Bereicherung für Immobilienanbieter.
Fazit: diese Änderung berechtigen definitiv nicht die Wucher-Preiserhöhungen von Immoscout. Das steht in keinem Verhältnis. Tausenden von Kunden “viel” tiefer in die Tasche zu greifen und so einem Mehrwert anzubieten ist eine Frechheit.
Es ist wichtig insbesondere diesen Abschnitt hervorzuheben, da die Mitarbeiter von Immoscout das als primärer Grund für drastische Preiserhöhungen angeben, also Investitionen in neue Technik bzw. mehr Extras in Technik um den Kunden alles besser zu machen, so dass der Verkauf einer Immobilie schneller vonstattengeht.
Das ist nicht der Fall, wenn Sie (als gewerblicher Anbieter) ein Mitarbeiter am Telefon haben, der sowas behauptet, stellen Sie ihm die Frage, ob er seine Aussage näher konkretisieren kann. Sollte er seine Aussage mit anderen Wörtern wiederholen, bleiben Sie hartnäckig. Es ist fast immer nur warme Luft, und oft geben sich die Kunden am anderen Ende der Leitung für geschlagen, weil die einfach in EDV-Themen nicht sehr bewandert sind (das ist die Stärke der Scout-Mitarbeiter).
Es ist definitiv so, Immoscout presst seine Kunden preislich aus und gaukelt denen ein Märchen vor um die zu “betäuben”. Darin sind die Mitarbeiter sehr gut geschult worden.
Es ist beschämend, dass solche Unternehmen sich auf den deutschen freien Markt tummeln und auch noch erfolgreich sind. Zum Leid vieler Tausender!
Das mühevoller Aufrechthalten der fragliche Nr. 1
Entweder ein Unternehmen ist die Nummer 1 oder nicht. Wenn er die Nummer 1 ist, dann weißt man das. Wenn ein Unternehmen zwanghaft dies ständig herum posaunen muss, kann es nicht die Nr. 1 sein, sondern würde gerne die Nr. 1 sein. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Microsoft nicht ständig und auf jede Verpackung drauf schreibt „wir sind die Nummer 1“? Oder Ihr regionaler Stromversorger ständig damit wirbt, „wir sind die Nr. 1“? Oder die Telekom damit wirbt die Nummer 1 in Deutschland zu sein? (haben immer noch die meisten Kunden). Das kann weiter ergänzt werden.
Die Nummer 1 ist die Nummer 1 und fertig! Basta, man weiß es.
Immoscout hingegen, scheint es für dringend notwendig zu halten dies herauszustellen, man kann sogar schon behaupten, es ist zwanghaft, dringend, überlebenswichtig.
Hier einige Slogans von Immoscout:
“Deutschlands größter Immobilienmarkt”
“Hier finden Sie die meisten privaten und gewerblichen Angebote”
“In Immobilien die Nr. 1″
“Jeder zweite Vertrag wird über IS24 abgeschlossen” (sehr, sehr, sehr fraglich…)
Glauben Sie jeder Statistik? Halten Sie Statistiken für unfehlbar? Halten Sie Statistiken für so genau? Dieses Unternehmen scheint sein Selbstbewusstsein aus Statistiken zu schöpfen!
Beim Immoscout wird immer wieder von über 3 Millionen Besucher gesprochen, 700 Millionen Seitenaufrufe, über 1,2 Millionen Immobilienangebote, usw.
Dabei werden dort fast immer zwei Quellen angegeben: eine Quelle wie könnte es anders sein ist ImmobilienScout24 selbst und die andere Quelle ist Nielsen/NetRatings.
Es wird nicht behauptet, dass es definitiv nicht stimmt. Es mag ja sein, dass Immoscout die meisten Besucher in bestimmten Regionen hat, aber ist es deswegen die Nr. 1? Reicht das dafür aus oder muss die Kundenzufriedenheit auch eine Rolle spielen, die Navigation innerhalb des Portals oder auch ein freundlicher und verständnisvoller Support? Um die Nummer 1 zu sein, muss man in allen Bereichen die Nr. 1 sein und das ist Immoscout definitiv nicht. Hier ein Beispiel: Immonet gewinnt 2009 den OnlineStar2009 für die beliebteste Website des Jahres. Nähere Infos:
http://www.immonet.de/service/online-star-2009.html
Auch ist es fraglich ob die Zahlen von Immoscout so wirklich stimmen. Es werden ja keine Logfiles rausgegeben, damit eine „unabhängige“ Prüfung erfolgen kann um dies zu bestätigen. Es sind lediglich Aussagen, mehr nicht. Aussagen von einem Unternehmen, der seine Kunden bluten lässt und dabei noch so dreist ist, denen Lügen aufzutischen. All diese Umstände stimmen einem schon nachdenklich.
Ein Flyer von Immoscout liegt vor, wonach erneut jede Menge “Muskelzeigen” betrieben wird.
“Sehr geehrter Herr xy, die Fachpresse berichtet es bundesweit: Die Nr. 1 in Immobilien investiert verstärkt – davon profitieren Sie (wovon profitieren? Hatten wir bereits oben behandelt). Die Nachfrage nach Ihren Immobilien stieg in den vergangenen Monaten stark an (Frage: Stimmt das für alle Kunden, woher wollen die das wissen? Wurde dadurch mehr verkauft?). Neue, effektive Werkzeuge erhöhen den Komfort für die Nutzer (Welche Werkzeuge? Es können keine großartigen Neuerungen sein! Hatten wir auch bereits oben behandelt) und geben Ihnen noch mehr Möglichkeiten für eine erfolgreiche Vermarktung (Welche Möglichkeiten bitteschön? Es ist alles beim Alten, die Möglichkeiten bewegen sich im Bereich “Kosmetik”, ein bisschen hier basteln, ein bisschen dort Symbole). Nutzen Sie diese Investitionen für Ihren Markterfolg und bauen Sie Ihren Wissensvorsprung noch weiter aus (also kostenpflichtige Seminare besuchen, wo wurde also investiert?), denn in Zukunft werden wir verstärkt die Bereiche Nachfrage, Funktionalität und Beratung ausbauen (wollen wir wetten im Jahr 2010 finden Preiserhöhungen statt? Dieses Schreiben hat die Funktion, den Leser Honig um den Maul zu schmieren damit er besser auf die nächste “Wucherpreisrunde” vorbereitet ist).
Weitere Immoscout-Sprüche bzw. -Slogans:
-”Gute Nachrichten für Sie” (dann lassen wir uns überraschen. Was hat da ein Bild von Dr. Enderle zu suchen? Sein „dezentes“ Lächeln verkündet nichts Gutes)
-”Für Sie lassen wir die Köpfe rauchen”
-”In den letzten Monaten haben wir viele Neuheiten für eine bessere Präsentation Ihrer Objekte entwickelt, damit auch die Zahl Ihrer Kontakte steigt”
-”Entdecken Sie jetzt alle Funktionen und bauen Sie damit Ihre Marktposition weiter aus”
-”Profitieren Sie zukünftig von unseren Investitionen für eine hohe Nachfrage – inserieren Sie jetzt “alle Ihre Objekte”, um Ihren Erfolg zu steigern” (das hätten die sehr gerne)
-”Uns rennen Käufer und Mieter die Türen ein. Lesen Sie es überall nach. Aufgrund unserer Investitionen wächst die Nachfrage nach Immobilien auf ImmobilienScout24 kontinuierlich”
-”Also öffnen Sie jetzt Ihre Türen (die meinen bestimmt Brieftaschen!). Diese vielen Besucher auf unseren Seiten sind ein deutliches Zeichen der gestiegenen Nachfrage auch nach Ihren Immobilien”
-”Wissen ist der Rohstoff für Ihren Erfolg. Greifen Sie zu” (wie viel kostet es bitte?)
-”Unser Wissen bedeutet Vorsprung für Sie”
-”Wir haben noch mehr vor. Damit Sie weiter vorankommen”
-”Sie haben bereits Ihren Markterfolg gesteigert? Dann seien Sie gespannt auf die nächsten Monate” (Oh ja, da kommen sicherlich saftige Preiserhöhungen)
-”Entdecken Sie, was die Fachpresse schreibt und wie Sie unsere Investitionen für Ihren Erfolg nutzen” (Wem wollen die hier für dumm verkaufen? Welche Investitionen rechtfertigen solche Preiserhöhungen? Auch das haben wir bereits oben behandelt)
Diese 11 Slogans fanden sich alle in einem einzigen Prospekt, dass gewerblichen Anbietern zugeschickt worden ist. Ist das nicht geschmackslos? So viel Angeberei auf eine Infobroschüre und eigentlich keine wirklich konkrete relevante Information? Es findet sich keine neue Information drin, nur Eigenlob und Lügen, wie die großartigen „Investitionen“. Nun ja, die künstliche Blase muss ja aufrechtgehalten werden! Und wie heißt es so schön, “zu viel Eigenlob stinkt”.
Es liegt die Vermutung nahe, dass Immoscout seine Kunden kräftig zur Kasse bittet um Ende des Jahres die Gewinnerwartungen der Aktionäre zu erfüllen (nicht vergessen, dieses Unternehmen gehört der Telekom) und der anderer Großteil dieser Gelder wird für Werbung ausgegeben, damit die einzige Möglichkeit der gewerblichen und privaten Anbieter aus dem Zug zu springen, so klein wie möglich gehalten wird. Schließlich gestaltet es sich dermaßen, umso mehr Immoscout seine Marktmacht besser positionieren kann, umso größer ist die Monopol-Stellung dieses Anbieters und umso mehr werden die großen Mitbewerber geschwächt. Dadurch steigt die Gefahr, dass die Preise beim Immoscout weiterhin exorbitant steigen werden. Oder denken Sie, dass ein Unternehmen das so dreist ist, die Preise teilweise um weit über 1000% anzuheben ein Umdenkprozess diesbezüglich durchfahren wird?
Der Opportunismus
-Für Speicherplatz samt Email-Adressen bezahlt ein Kunde bei 1&1 3,99€/Monat. Inklusive ist eine Domain wie www.xy.com, 60 Email-Postfächer (Email-Adressen), 1 GB Speicherplatz, unbegrenztes Transfervolumen und diverse kostenlose Extras.
-Die Anzeige eines Kraftfahrzeugs bei mobile.de kostet für Privatpersonen in der Basis-Version 0€ (trotz 5 Bilder inkl.), in der Standard-Version 8,90€ (mit XXL-Bilder und weitere Extras).
-Der Bezug des Online-Abos der Financial Times Deutschland kostet 25€/Monat. Jeden Arbeitstag gibt es eine Ausgabe per Email. Hier müssen Menschen weltweit bezahlt werden um Recherchen vor Ort zu machen, professionelle Redakteure müssen täglich Texten, Druckmaschinen müssen mitfinanziert werden (für die Print), Zeitungsträger bezahlt, usw.
-Ein Bankkonto bei einer Internet-Bank kostet 0€ (meistens gibt es noch Zinsen auf das geparkte Geld). Z. B. Netbank.de.
-Ein Betriebssystem für ein Computer kostet 74,95€ (Windows 7 Home Premium) und hält i. d. R. mindestens 3 Jahre (Aktualität). Und hier steckt richtig Entwicklungsarbeit, Scout-Kollegen!
-Eine Abfrage auf eine Suchmaschine wie www.google.de, www.yahoo.de, www.web.de oder www.bing.de ist kostenlos. Jeder Person kann dort seine Homepage kostenlos indizieren lassen.
-Bei Immoscout kostet das Inserieren einer Immobilie mit ein paar Bilder und Texte für eine Privatperson 59,90€ für 4 Wochen (nicht im Monat!)
Es muss sich hier zwingend gefragt werden, was für ein Aufwand hat dieser Unternehmen? Technisch gesehen ist der Aufwand nicht sehr groß. Es wird eine passende Software programmiert bzw. gekauft, das ist dann erst mal Basis um die Objekte reinzustellen (immaterieller Aspekt). Des Weiteren ist Hardware erforderlich, damit diese Software laufen kann (materieller Aspekt). Auf diese Server wird diese Software installiert, worauf die Kunden dann darauf zugreifen. Des Weiteren fallen Personalkosten an.
Das ist auch der größte Kostenbereich bei Immoscout. Es kann davon ausgegangen werden, dass Immoscout eigene Programmierer einstellt (alles andere wäre unwirtschaftlich). Sind Erweiterungen, Innovationen oder Korrekturen der Plattform notwendig, arbeiten die Programmierer dran, also keine besonderen Kostenfaktoren die „Investitionen“ rechtfertigen. In Hardware wäre sicherlich der größte Kostenfaktor zu vermuten, hier müssen Server gekauft, ersetzt oder erweitert werden, da fallen Kosten an die allerdings in Anbetracht der Erlöse insignifikant sind und keineswegs Preissteigerungen von weit über 100% rechtfertigen. Des Weiteren muss ImmobilienScout24 kosten für den Traffic übernehmen, sprich, jedes Mal wenn jemand eine Seite anklickt erzeugt er Traffic (also Datenverkehr), summiert macht es sicherlich eigenes aus. Nur, wie vorteilhaft dass Immobilien Scout 24 der Telekom gehört, klingelt es bei Ihnen? Also hier wird mit Sicherheit kein großer Kostenanteil anfallen, mit Sicherheit! Dank Telekom.
Also wo fließen die überhöhten Einnahmen hin? Wir sprechen von Preissteigerungen von teilweise über 100%, zuletzt durchschnittlich 30%. Worin fließen all diese Gelder? Geht es hier nicht vielmehr um eine zielgerichtete, zermürbende, dauerhafte und penetrante Muskelzeigen-Werbekampagne? Und wer weiß ob die Muskeln tatsächlich so groß sind… Geht es nicht vielleicht eher darum, die Kunden zu täuschen und mit diesen Dauerslogans gar nicht die Möglichkeit entstehen lassen, dass die sich zu fragen ob das alles auch so stimmt? Oder wird hier vielleicht die „noch“ Unwissenheit der Kunden über einen noch neuen und modernen Medium, und so hohe Investitionskosten vorzutäuschen und den Kunden tiefer in die Tasche zu greifen? Entscheiden Sie selbst.
Opportunismus… warum? Bitte überlegen Sie sich, warum muss ein Anwender im Internet für eine Automobil-Anzeige nur einen Bruchteil dessen bezahlen wie für eine Immobilie? DIE KOSTEN SIND DIE GLEICHEN, die Kosten für die Plattform sind die gleichen, die Abweichungen sind minimal. Ob auf dieser Plattform Autos, Immobilien, Jobs, oder Gemüse verkauft werden, der Aufwand ist der gleiche. Die Datenbanken entscheiden nicht über den Produkt, die Server (also spezielle Internet-Computer) müssen keine höheren Anforderungen erfüllen, die Kosten sind die gleichen. Nochmal zur Erinnerung, eine Plattform wird einmalig programmiert, es werden spezielle Rechner eingekauft und es werden Mitarbeiter eingestellt. Die laufende Pflege der Plattform erfolgt seitens der Mitarbeiter und ist bereits in den vorhandenen Kosten. Warum muss jemand im Gegensatz zu der Anzeige eines Kraftfahrzeugs also so viel mehr zahlen? Liegt die Vermutung nicht nahe, dass sich da einer denkt: “wenn er schon eine Immobilie (kapitalintensiver) verkauft, dann soll er für unsere Leistung auch mehr zahlen. Schließlich wollen wir auch was aus den großen „Kuchen“ haben. Das ist opportunistisch, gesinnungslos, prinzipienlos und “absolut nur” auf seinem Vorteil bedacht.
Es geht aber noch weiter: warum muss jemand für eine Anzeige in der Rubrik „Vermietung“ 39,88€/4 Wochen zahlen und in der Rubrik „Verkauf“ 59,90€/4 Wochen“? Warum??? Liebe Kollegen von Immoscout, fallen für euch höhere Preise aus oder wollt Ihr Euch doch nur an den „Kuchen“ beteiligen?
Wenn der doch einen höheren betragsmäßigen Erlös erwirtschaftet, dann soll er auch mehr an uns zahlen, lautet wohl euer Motto. Das ist ja wohl nur gerecht, was? Klasse Preispolitik! Demnach müsste jeder Person der ein geschäftlichen Flug z. B. von Berlin nach Paris bucht mehr bezahlen als eine Privatperson, da er ja die Möglichkeit hat ein gutes Geschäft abzuschließen und Geld zu verdienen. Oder was halten Sie davon, Firmen müssen für Windows einen um 450% höheren Preis zahlen, da die ja dies gewerbemäßig nutzen und demnach auch Gewinne erzielen. Sie wollen es noch besser haben? Firmenrechner müssten ja für die Nutzung von Suchmaschinen wie Google oder Yahoo! Gebühren zahlen, schließlich nutzen die das neu erworbene Wissen (was ja von der Suchmaschine vermittelt wurde) gewerbsmäßig und tragen damit zu höheren Firmeneinnahmen ein. Das wäre ja wie im Wilden Westen, jede denkt opportunistisch und versucht vom Anderen das mögliche aus der Tasche zu ziehen.
Natürlich haben wir eine freie Marktwirtschaft, aber irgendwo gibt es auch Grenzen bei der Preisgestaltung. Vielleicht denkt auch mancher, nun ist eben so, jeder kann seine Preise frei diktieren. Selbstverständlich, und wie haben Sie reagiert als die Strom- und Gas-Kosten in den letzten Jahren gestiegen sind? Es waren teilweise ja nur ca. 300-500€ im Jahr. Und wie wäre es wenn Microsoft plötzlich von heute auf morgen für seine Betriebssysteme in der günstigsten Variante 800€ verlangt? Wäre doch ein gute Investition und des Weiteren hält der Betriebssystem i. d. R. ca. 3 Jahre, umgerechnet also nur 266€ im Jahr. Halten Sie immer noch für viel? Im Monat wären es nur 22€, ist doch OK oder? Wie viel zahlen Sie für die GEZ?
Es gibt eben Grenzen, und Preiserhöhungen sind unumgänglich und notwendig. Aber bitte, fair!
Noch ein Gedanke. Heutzutage kann man sich bei Web-Hoster wie 1&1 oder Strato Speicherplatz mieten. Ein solches Paket beinhaltet in seiner Grundform 2 Domains (also eine Internet-Adresse in der Form www.test.de), mindestens 200 Email-Adressen mit 2GB pro Postfach (mail@test.de), Speicherplatz für die Homepage mit 2.000 MB (2 GB), 1 Datenbank, Marketing-Tools, Dialog-Tools, Suchmaschinen-Optimierung, Transfervolumen (also Traffic) ist “unbegrenzt”, und diverse kleine “Extras” wie Immoscout sowas gerne nennt, wie Homepage-Baukasten, 5 Blogs!, 2 Fotoalbums, Content-Module (also kostenlose Nachrichten auf der eigene Homepage), 1 Easy-Shop (online Waren verkaufen), und mehr. Das ist eine ganze Menge im Vergleich zu das was Immoscout anbietet. Und jetzt kommt das Beste, 6,99€/Monat.
Im Vergleich, 1&1-Leistungspaket zum “Scout”:
-Auch hier wird eine Plattform zur Verfügung gestellt, die sogar noch umfangreicher ist und mit mehr Extras ausgestattet
-Auch hier mussten Investitionen getätigt werden, aber Preiserhöhungen von 100%-3000% muss man als Kunde nicht erwarten
-Bei Immoscout wird für eine Immobilie ca. 1 MB Speicherplatz benötigt (Bilder im Durschnitt ca. 50 Kb groß für 10 Bilder für Privatpersonen und Rest ist Text). Makler können merkwürdigerweise 15 Bilder einstellen, obwohl die weniger als Privatpersonen zahlen, (also zahlen weniger und dürfen mehr Bilder einstellen) das kann wohl nur Immoscout verstehen. Es gibt noch Extras beim Immoscout wie PDF´s oder Videos, diese werden allerdings selten benötigt, und da viele Privatpersonen oder gewerbliche Anbieter erfahrungsgemäß nur ca. 5 Bilder reinstellen, relativiert sich das. Also ist 1 MB schon ziemlich realistisch. Jetzt kommt´s, bei 1&1 bekommt man für 6,99€/Monat (in Vergleich zu 59,90€ für 4 Wochen) 2.000 MB im Vergleich zu 1 MB. Und dann sind in der Kalkulation noch 200 Email-Adressen mit je 2 GB pro Postfach, das kommt also noch dazu, also insgesamt 400.000 MB (400 GB)! Und es gibt mehr, siehe oben.
Dieser Vergleich ist natürlich nicht 100% übertragbar, aber es eignet sich hervorragend um den Kostenapparat im Internet besser einschätzen zu können. So ein Hoster muss auch eine Plattform haben (die sogar noch umfangreicher und viel Komplexer ist als bei Immoscout), muss Speicherplatz und Server (Internet-Computer) bezahlen und seine Kunden erzeugen Traffic (zusammen genommen), sogar viel mehr als bei Immoscout. Also eigentlich könnte dieses Unternehmen gar nicht mehr existieren, oder?
Im Internet sind Unternehmen kostenmäßig viel schlanker. Der Kostenapparat ist ein ganz anderer und nicht vergleichbar mit beispielsweise einer Zeitung (Lieblingsbeispiel und Dauerargumentation von Immoscout). Der Immobilienscout vergleicht sich gerne mit einer Zeitung und behauptet: unsere Kunden bezahlen viel weniger als wenn die in der Zeitung eine Anzeige aufgeben.
Richtig! Und deswegen können wir dann auch direkt an die Grenzen gehen, nicht wahr lieber Immoscout-Kollegen?
Wenn schon das Internet für die Nutzer eine Möglichkeit darstellt die Immobilien günstiger zu vermarkten, dann wird die Situation ausgenutzt nach dem Motto: dort hätten die auch viel Geld bezahlt, also lasst uns auch kräftig kassieren! Der Preis steht in absolut keinem gesunden Zusammenhang mit der Leistung.
Folgendes wiederlegt diese Argumentation von Immoscout: Zeitungen haben einen ganz anderen Kostenapparat. Redakteure müssen bezahlt werden, Journalisten müssen bezahlt werden, Informationen müssen eingekauft werden, es fallen sehr hohe Kosten für die Anmietung von Räumlichkeiten, die Pressemaschinerie ist kostenmäßig überproportional teurerer als Server aufzustellen, es muss Papier und Farbe regelmäßig eingekauft werden, Zeitungsträger müssen bezahlt werden.
Aber lieber Scout-Kollegen, das Beste kommt jetzt: der Millimeter-Preis ist für Immobilienanzeigen gleich wie für Kfz-Anzeigen, Job-Anzeigen, etc. Warum kostet aber bei der Scout-Gruppe eine Immobilien-Anzeige mehr als z. B. eine Kfz-Anzeige bei Autoscout24? Fallen da höhere Kosten an? Und wieso bitteschön zahlt der Kunde für eine Vermietungsanzeige bei Immoscout weniger als für eine Verkaufsanzeige? Warum?
Hier geht es nicht um Kostendeckung um anschließend Gewinne einzufahren (den Gewinne müssen selbstverständlich vorhanden sein, sonst kann das Unternehmen nicht am Markt überleben), die Kosten sind längstens gedeckt! Daher sind die Aussagen, wonach Investitionen getätigt werden, unwahr. Es geht darum “absolute”, „überdurchschnittliche“, „ausgereizte“ Gewinnmaximierungen zu erzielen um anschließend die Aktionäre zu befriedigen.
Das macht Immobilienscout bei vielen Maklern und Privatanbieter unsympathisch.
Was können Sie dagegen tun
Es gibt mehrere Möglichkeiten “etwas” in Bewegung zu bringen. Sicherlich werden die Resultate nicht sofort sichtbar, mit Sicherheit allerdings auf lange Sicht gesehen (6 Monate bis 2 Jahre).
Sie können diese Informationen weitergeben, entweder als Link oder Sie laden sich die PDF-Version herunter, dann können Sie es auch per Email versenden. Davon sollten Sie Gebrauch machen, dadurch können auch Kollegen oder Bekannten die in Internet-Angelegenheiten nicht sehr bewandert sind, die Machenschaften dieses Unternehmens verstehen. Bedenken Sie, wissen befreit. Es bringt Licht wo Dunkelheit ist und befreit von alten Glaubensfesseln.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, falls Sie gewerblichen Anbieter sind und nicht auf Immoscout24 verzichten können oder wollen, unter dem Feld “Sonstiges” bei Ihren Inseraten folgende Zeilen zum Schluss hinzufügen:
1.
“Sollten Sie über Immobilien Scout 24 auf diese Immobilie aufmerksam geworden sein, beachten Sie, dass Sie hier nur ein kleiner Teil unseres Sortiments wiederfinden. Dies liegt in der Geschäfts- und Preispolitik begründet. Unsere gesamte Angebotspalette finden Sie auf unsere Homepage unter www.xxxxxx.de (oder alternativ “Unsere gesamte Angebotspalette finden Sie unter www.immonet.de oder www.immowelt.de oder www.kalaydo.de oder respektive die entsprechende Börse).
2.
“Wir ziehen in Kürze um. Sie finden unsere Angebote unter www.xxx.de. Wir bitten um Verständnis für diese Unannehmlichkeiten. Um weiterhin qualifizierte Dienste zu den üblichen Konditionen anbieten zu können, ist es für Immobilienmakler nicht mehr tragbar die Preispolitik von Immobilien Scout 24 gegenüber Gewerbetreibender zu unterstützen.”
3.
“Unsere Immobilienangebote finden Sie außer auf unsere Homepage unter www.xxx.de auch in den Portalen Immonet, Immowelt, Kalaydo, usw. in Gesamtanzahl”.
4.
“Aufgrund der Preispolitik von Immobilienscout sehen wir uns veranlasst nur einen kleinen Anteil unseres Sortiments in diesem Portal zu präsentieren. Wenn Sie sich über das gesamte Spektrum unseres Angebotes informieren möchten, schauen Sie unter www.xxx.de vorbei.”
Sie können natürlich kreativ sein und weitere Texte entwerfen.
Diese Systematik ist besonders erfolgsversprechend, da damit direkt den Immoscout ins Herz geschossen wird. Den Sie zielen mit Ihrer Botschaft genau auf die gutgläubigen Kunden von Immoscout, die bisher noch keine Immobilie selbst angeboten haben oder gar nicht wissen, wie überproportional teuer Immoscout als Internet-Unternehmen überhaupt ist. Damit zeigen Sie auch, dass dieses Unternehmen keine zufriedenen Kunden hat, was der „Scout“ sehr gerne behauptet. Den schließlich ist es ein Kunde vom “Scout” der sich beschwert. Damit bringen Sie Licht ins Dunkel, das ist nämlich die Stärke von Immoscout, sich mit seinen Taktiken immer hinter ein Lügengebäude zu verstecken und seine Kunden für dumm zu verkaufen.
Eine Möglichkeit für Privatpersonen, meiden Sie den Immoscout. Wenn Sie über Immoscout Immobilien suchen, stärken Sie indirekt dieser Wucher-Unternehmen. Wenn Sie Immobilienanzeigen dort aufgeben, dann unterstützen Sie dieses Unternehmen auf direkter Art und tragen dazu bei, dass es noch mehr wächst. Nichts gegen Wachstum, aber bitte keine Wucher-Unternehmen, das können wir in unsere freie Marktwirtschaft nicht gebrauchen. Das merkt man meistens wenn es zu spät ist und die Kolosse die Mitbewerber vom Markt drängen. Nehmen Sie sich doch ein Beispiel an den Stadtwerken mit seiner Preispolitik… durch den fehlenden Wettbewerb können die Preise frei diktieren, dann merken wir wie weh es tut. Leider muss es immer zuerst schmerzen… Oder nehmen Sie die Deutsche Telekom als Beispiel: bevor die Mitbewerber im deutschen Markt eingedrungen sind, gab es keine Flatrates. Die wurden nicht von der Telekom eingeführt, obwohl oft von den Kunden begehrt. Erst die Mitbewerber haben den Telekommunikationsmarkt zum florieren gebracht und eine Preisvielfalt hervorgebracht, sowie kundenorientierte Leistungen. Auch die Telekom wurde dadurch gezwungen umzudenken. Die Preise für Telefongespräche sind gesunken, es gab Call-by-call, Preselect, usw. Auch wenn es schon etwas länger her ist, sollten wir das nicht vergessen. Immoscout sucht einen Weg sich auf den deutschen Markt so wie früher die Telekom zu positionieren und so die Preise frei diktieren zu können. Tragen Sie nicht dazu bei!
Inserieren Sie Ihre Immobilie doch lieber bei den Mitbewerbern, die sind stark im Kommen und gar nicht so schlecht wie von Immoscout behauptet, das sind lediglich Werbekampagnen um Sie abzuwerben. Wie wollen die das belegen? Woher will Immoscout bitteschön wissen, wie viele Besucher “genau” und wie viele Geschäftsabschlüsse über die Mitbewerber getätigt wurden? Wie? Wie soll das bitte funktionieren? Des Weiteren zählen nicht erstrangig die Besucher, sondern letztendlich die Geschäftsabschlüsse. Und wenn Sie bei Immonet, Immowelt und Kalaydo inserieren, haben Sie bessere Chancen ein Geschäftsabschluss zu tätigen als über Immoscout, den Sie sprechen 3 Immobilienportale an und erhöhen dadurch Ihre Reichweite. Und das Beste ist dabei, wenn Sie bei allen drei soeben genannten Immobilienportale inserieren, liegen Sie noch knapp 5€ günstiger als wenn Sie nur bei Immoscout inserieren. Und so viel Arbeit mehr ist es ja nicht, schließlich liegen die Bilder ja vor und die Texte auch. Sie können einfach den Text kopieren und woanders einfügen. Es sind vielleicht 15 bis max. 20 Minuten Mehrarbeit.
Zuletzt sei noch die Möglichkeit genannt selbst aktiv tätig zu werden. In jede Immobilen-Seite, jeden Blog, jeden Gästebuch, oder wo auch immer Sie die Möglichkeit haben, schreiben Sie Ihre Meinung über dieses Unternehmen. Dadurch nehmen Sie Teil daran, dass in diesem schnellen Medium diese Information sich schneller verbreiten kann und auch andere Menschen über die dieses Unternehmen informiert werden.
Beweggründe für diese Aktion und Ziel
Es kommt prinzipiell hier nicht darauf an ein Unternehmen aus dem Markt zu stoßen oder zu ruinieren, nein, darum geht es nicht. Es herrscht eine freie Marktwirtschaft und demnach können Unternehmen frei über Ihre Preisgestaltung entscheiden. Dem gegenüber steht die freie Meinungsäußerung der Bürger der Bundesrepublik Deutschland, also Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit.
Der springende Punkt ist der: die Kunden werden angelogen und betrogen über irgendwelche kostspielige Investition die gar kein echten Mehrwert bieten und heimlich greift Immobilienscout immer tiefer in die Tasche von diesen Kunden. Und das nicht moderat (5% oder 10% Preissteigerungen, nein, es geht direkt um 100% oder sogar über 3000%). Für die Geschäftsführer sind das „moderate Preiserhöhungen“, siehe Interview mit dem früheren Scout-Chef Arnd Kwiatkowski. Hier ein Auszug:
“Außerdem sollen die Anzeigenpreise stufenweise um rund 90 Prozent erhöht werden. “Das klingt viel, sind aber nur 4 bis 8 Euro mehr im Monat je Objekt”, sagt Kwiatkowski.” Die Rede ist hier von Preiserhöhungen für das Jahr 2007.
Hier mehr dazu:
Warum solche heftige Preiserhöhungen wenn das Unternehmen im Jahr 2006 eine Umsatzsteigerung von 45% hatte und ein Vorsteuerergebnis von 38%? Sehr geehrter Leser/ -in, meinen Sie nicht auch, diese Zahlen lassen Spielraum für weitere Investition zu? Jedes Unternehmen finanziert sich aus seinen Gewinnen und wenn keine Gewinne erfolgt sind, über Bankdarlehen. Hier waren allerdings sehr hohe Gewinne vorhanden, wo sind diese Gelder? Sind die Aktionäre so hungrig gewesen (denken Sie bitte dran, dieses Unternehmen gehört der Telekom). Und wenn davon ausgegangen wird, dass die Preise um 100% erhöht werden und im letzten Jahr ja mit diesen Preisen eine Gewinnsteigerung von 38% (nach Steuern) möglich war, stellen Sie sich vor wo der Gewinn im Jahr 2007 und 2008 wohl gelegen haben? Diese Zahlen liegen uns leider nicht vor, wäre sicherlich ungemein interessant dies zu erfahren. Und wie werden die Zahlen ja im Jahr 2009 gelegen haben, wo die Preise um durchschnittlich 20% erhöht wurden? Es stellt sich die Frage, was muss dieses Unternehmen für Gewinne einfahren (trotz Wirtschaftskrise) und so groß können die Investition nicht gewesen sein oder die Führungsebene hat Gelder aus dem Fenster geworfen. Was ist dann wohl mit den Mitbewerbern die auch nicht schlaffen und auch investieren müssen? Wo hätten die diese Gelder sonst her, wenn alles so “teuer” wäre?
Außerdem scheinen diese 4 bis 8 Euro nicht so wenig auszumachen. Im Geschäftsjahr 2007 hat Immoscout ein Umsatz von €53,1 Mio. gemacht, das Ergebnis vor Steuern betrug €21,1 Mio.
Näheres dazu auch noch hier zu lesen:
http://www.immobilienportale.com/20081207-erneute-preiserhohung-bei-immobilienscout24/
Wir möchten den Leuten diese Fakten vor Augen führen, wenn Sie nochmal Immoscout ansteuern, dann wissen Sie wie die Denk-Maschinerie hinter diesem Unternehmen tickt. Und die Entscheidung liegt nur bei Ihnen.
Wir haben bei gewerblichen Anbietern recherchiert und gefragt und im Zuge dessen Informationen gesammelt. Auch fanden Gespräche mit Privatpersonen statt und sehr viel Internet-Recherche war vonnöten um diese Informationen zusammen zu tragen.
Um diese Aussagen zu bekräftigen, sei noch der IVD-Verband genannt. Hier wurden die Mitglieder (sehr viele gewerbliche Anbieter bei Immobilienscout) aufgefordert beim Immoscout zu kündigen. Siehe dazu:
http://www.immobilienportale.com/20081249-ivd-ruft-zu-kundigungen-auf/
Des Weiteren hat der IVD-Verband (www.ivd.net) in einem offenen Brief Stellung zu den erh�hten Wucherpreisen von Immoscout Stellung genommen. Siehe dazu hier:
http://www.ivd.net/files/IS24OffenerBrief.pdf
Die Thematik ist in Fachkreisen bestens bekannt, allerdings leider mangels Initiativen nicht so breit gefächert behandelt worden.
Für hoffen damit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung des Volkes beigetragen zu haben und insbesondere eines gesunden Wirtschaftsmarktes ohne Preismonopole, förderlichen Wettbewerb und kreativen Initiativen.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit und alles Gute.
Für Sie aktiv,
montecristo & Co.
Sie finden uns im Internet unter
Dies kann sich ständig ändern, da die „Kollegen“ von Immobilien Scout 24 ständig bemüht sind, diesen Informationsfluss zu unterbinden. Sollte keins der oberen Links funktionieren, geben Sie bei Google einfach „Immobilien Scout“ und „Preiserhöhungen“ ein, Sie werden uns dann finden
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